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Das Jahr 2009 beginnt für uns in Le Marin auf der Insel Martinique mit einigen Reparaturen und vor allem Einkaufen im Leader Price. Ein Supermarkt mit Dingy Anlegestelle ist für uns das Größte. Einfach alles in den Einkaufswagen und dann ins Dingy umladen. Das verstauen an Bord ist jedes Mal ei n großes Chaos. Doch nach ein- zwei Stunden sieht alles wieder aus wie vorher.

 

Unsere ersten Gäste in diesem Jahr sind Nina und Kay. Sie wollten eigentlich schon nach Gomera kommen aber der Beruf war wichtiger.

Am 12.01 kommen sie abends mit dem Flieger aus Paris. Wir freuen uns sehr die beiden endlich mal wiederzusehen. Die Vorschiffskabine ist schnell eingeräumt, und die vielen Ersatzteile für uns ausgepackt.

Bevor es jedoch losgehen kann, haben wir noch einen Termin. Wolfgang von der Amiga wird am 13. Januar 60 Jahre alt. Er lädt uns zum Essen ein und wir verspeisen zusammen mit der Mabuhay und Amphora Crew seine vorzüglichen selbstgekochten Gambas.

Doch am Donnerstag geht es nun nach Norden, damit unsere Gäste noch etwas von der Karibik zu sehen bekommen.

Der erste Stopp ist in der Grand Anse . Eine Bucht mit echtem Karibik Feeling. Palmen, Sandstrand und Strandbars aus Brettern zusammengezimmert.

Eine Charterjacht hat es hier beim letzten Hurrikane auf die Felsen geworfen. Sie liegt hoch und trocken und wartet darauf ausgeschlachtet zu werden. Eine Bergung und Reparatur wäre wohl zu kostspielig.

 

Die Spezialität der Strandlokale ist hier gegrillter Lobster. Die Lobster werden in Körben am Strand lebend aufbewahrt um bei Bestellung dann ihren Weg  auf den Grill zu finden.

Nach ausgiebigem Baden und Schnorcheln setzen wir am Freitag wieder Segel um nach St. Piere zu fahren. Drei Stunden Super Karibik Segeln in glattem Wasser hinter der Insel. Den Rest muss der Motor machen da der Wind direkt von vorn aus der Bucht bläst. 

 

 

 

  

St. Piere ist die ehema lige Hauptstadt von Martinique und wurde 1902 durch einen Vulkanausbruch vollständig zerstört. Reste der Stadt sind hier noch zu sehen. Hier haben wir die Möglichkeit auszuklarieren. Einfach in einer Bar am Computer die Daten selber erfassen und die Wirtin drückt den amtlichen Stempel drauf. So unbürokratisch ist es leider nur selten in der Karibik.

 

 

  

 

Die Fahrt nach Dominica beginnt im Morgengrauen und führt unseren Gästen zum erstem Mal den Atlantikschwell vor. Von den abzusegelnden  55sm sind 30 freier Atlantik. Die Wellen sind schon beeindruckend und der Wind ist in den Passagen immer noch ein wenig stärker. Ab Mittag sind wir wieder im Lee der Insel Dominica und müssen zum Schluss sogar den Motor zur Hilfe nehmen. Am Nachmittag  fällt unser Anker in der Prince Ruppert Bay .

Die Boat Boys umlagern sofort unser Schiff und wollen uns alles mögliche verkaufen. Wir bestehen jedoch darauf erst mal unser Schiff sicher vor Anker zu legen. Anschließend buchen wir eine Fahrt durch den Indian River für den nächsten Tag. Früchte werden eingekauft und stellen sich als sehr gut und preiswert heraus.

 

 

 

 

Die Flussfahrt durch den Indian River ist ein echtes Erlebnis. Wir werden durch tiefen Regenwald gerudert und sehen exotische Pflanzen und Tiere.

Ein Teil des Films „Fluch der Karibik“ wurde hier gedreht.

Der Besuch einer Dschungel Bar darf natürlich auch nicht fehlen.

 

  

Die Prince Ruppert Bay  ist ein riesiger Schiffsfriedhof. Fast das gesamte Ufer ist mit rostigen Frachtern und anderen Schiffen garniert. Ein nicht gerade schöner Anblick aber auch das ist Karibik.

 

 

 Nun muss aber eine echte Karibik Palmen Insel gefunden werden. Nina hat da ganz konkrete Vorstellungen. So gehen wir wieder Anker auf und segeln nach Guadeloupe. Im Handbuch haben wir von einer vorgelagerten Insel Namens Ilet de Guisier gelesen.

Eine Fahrt von nochmals ca. 50 Meilen bringt uns bei gutem Segelwind und nur mäßigem Schwell in 7 h dorthin.

Da ist er nun der Palmenstrand  und das glasklare und türkiesfarbene Wasser. Ein Leuchtturm und ein Wrack fehlt auch nicht.

 

  

 

Am folgenden Morgen gehen Nina und Kay auf Entdeckungstour und überraschen uns beim zurückkommen mit der Bekanntgabe ihrer Verlobung. Da haben wir ja was zu feiern. Die letzte Flasche Champus wird geköpft und Abends wollen wir in Point a. Piedre schön Essen gehen. Nach dem Landgang dort beschließen die beiden jedoch, das ein Spagetti Essen an Bord viel schöner ist.  Es wird noch ein langer schöner Abend.

 

 

Am Vortag sind Gerold und Rita von der Amphora auch eingetroffen und wir beschließen noch mal zur Ile de Guisier zu fahren. Wir schwimmen vom Schiff zum Strand und nehmen in der Strandbar einen Sundowner. Gut das unser Beiboot mit Nina und Kay uns wieder abholt.

Am Freitag den 23.01. müssen wir schon wieder an den Rückweg denken. Wir verabschieden uns von Rita und Gerold. Die beiden werden wir so schnell nicht wieder treffen, da sie nach Norden bis zur US Küste wollen um ihr Schiff dort für ein Jahr abzustellen.

 

 

Es geht also wieder nach Süden.

Die Prince Ruppert Bay und St. Piere sind die auf dem Weg liegenden Stationen und am Sonntag kommen wir in Fort de France auf  Martinique an. Direkt vor der Stadt ist ein angenehmer Ankerplatz.

 

Unser Erkundungsgang durch die Stadt ist sehr enttäuschend, da Sonntags alles geschlossen ist. Außerdem fällt auch noch ein Regenschauer nach dem anderen. Außer Mc. Donalds hat kein Laden auf. So komm ich doch mal wieder zu meinem Burger. Abends ziehen Streikende Bürger mit lärmenden Musikinstrumenten durch die Straßen. Die französischen Inseln haben zum Generalstreik aufgerufen. Das Zentrum der Streiks soll aber in Guadeloupe sein.

Am Montag ist die Stadt wie ausgewechselt. Ein Kreuzfahrer hat angelegt und die Straßen sind rappelvoll. Doch die Qualität der Läden und die Atmosphäre ist nicht berauschend.

Am Mittag müssen wir auch schon Anker auf gehen, da die beiden Abends abfliegen Richtung Heimat. Wir haben uns einen kleinen Hafen in unmittelbarer Nähe des Flughafens ausgeguckt und ankern direkt davor. Der Fußweg zum Terminal ist dennoch ganz schön weit, weil wir um den gesamten Flugplatz rum müssen. Wir schaffen es doch noch rechtzeitig und die beiden können planmäßig ihren Flieger besteigen.

 

 

Die Zeit bis Jans Ankunft verbringen wir mit  Wäsche waschen, Wasser machen und wir gehen noch mal in die Grand Anse zum baden. Danach geht es wieder nach Le Marin. Dort sind die besten Einkaufsmöglichkeiten und wir wollen Jan mit dem Mietwagen abholen.

Samstags am 31. 01. kommt Jan in Martinique an. Der Streik wirkt sich noch nicht aus.

Mit ihm wollen wir nach Süden und so laufen wir direkt am Sonntag aus, Richtung Rodney Bay auf St. Lucia. Jan kann den Atlantikschwell gut vertragen und wir haben eine Rauschefahrt bei günstigem Wind.

 

 

 

  

 

 

Wir treffen Wolfgang und Tanja von der Amiga und mit den beiden machen wir eine schöne Wanderung zum Fort. Mit dem Beiboot erkunden wir die Lagune mit dem Jachthafen und den noblen Villen mit Wasserliegeplatz.

 

 

 

 

 

 

Am Dienstag geht es weiter zur Marrigot Bay. Das Restaurant dort war Kulisse im Film „Dr. Dolittle“. Die Lagune wirkt sehr verwunschen und bietet einen guten Schutz bei Hurrikane.

Die Kosten von 60 EC Dollar für die Boje sind allerdings nicht so ohne. Auch sind die Boat Boys hier recht aufdringlich und unfreundlich wenn man nichts oder zu wenig kauft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Also geht es am nächsten Morgen weiter Richtung Süden bis Soufriere. Dort nehmen wir eine Mooring im Schatten der berühmten Pitons. Die Nacht ist recht unruhig wegen dem nicht unerheblichen Schwell. Auch dort wird ganz schön abkassiert. Abends erleben wir Bordkino. Eine Gruppe Einheimischer hat ein Netz ausgelegt und unerklärlicherweise versuchen sie das Netz von Land einzuholen obwohl eine Mooring Boje und eine Charterjacht dazwischen liegen.

 

Bis in  die späte Nacht versuchen sie mit Booten und schwimmend das Netz zu klarieren aber ohne Erfolg. Erst am Morgen bei Tageslicht haben sie zusammen mit ihren mitgekommenen Frauen Erfolg . Fische haben sie allerdings keine gefangen.

 

Am Donnerstag steht mal wieder ein langer Schlag auf dem Programm. Wir wollen in einer Rutsche bis Bequia. Die Insel St Vincent wollen wir links liegen lassen. Die Einheimischen dort sollen recht agressiv sein. Obwohl Bequia ebenfalls zu St. Vincent  gehört sind dort die Verhältnisse völlig anders. Unterwegs haben wir noch ein ganz besonderes Delfin Erlebnis. In Lee rauschte eine große Welle durch und mit einem Mal schauten aus der Welle vier oder fünf Delfinköpfe heraus. Natürlich nicht lange genug für ein Foto. Obwohl Jan seinen Apparat noch fast eine Stunde im Anschlag hatte, zeigten sie sich nicht mehr. So ist das nun mal, die meisten Eindrücke muss man halt im Kopf behalten.

 

Nach einem langen Segeltag gehen wir am Spätnachmittag  in Port Elisabeth vor Anker. Kurze Zeit später kommen Marie Theres und Paul von der Mabuhay längsseits und wir freuen uns die beiden wieder zu treffen. Sie sind mit ihrem Sohn Markus und Enkeltochter Jessika wieder auf dem Weg nach Martinique. Wir machen zusammen einen Super Tauchgang zu einem hier gesunkenen Schlepper. Für mich mein erstes Wrack Taucherlebnis.

  

Am Sonntag Abend sehen wir die Mabuhay von einem Spaziergang  aus gen Sonnenuntergang segeln. Wir genehmigen uns noch ein Bier und ein BBQ in einer Strandbar bei Live Musik. Das ist Karibik. Jan ist begeistert.

 

 

Doch am Horizont warten noch weitere Traumziele. Die Tobago Kays mit dem Horse Shoe Reef.

 

 

 

Also am Montag wieder Anker auf und weiter Richtung Süden. Abends wollen wir nicht in die Riffe einlaufen und so legen wir noch eine Übernachtungspause in Canouan ein. Die Charterbasis von Moorings wirkt ausgestorben und das angeschlossene Hotel hat wohl auch kaum Gäste. In der recht gemütlichen Strandbar trinken wir das bisher teuerste Bier unserer Reise.  Der nächtliche Schwell trägt auch nicht unbedingt zum Wohlbefinden bei und so gehen wir morgens recht früh wieder Anker auf um die Riffpassage des Horse Shoe Reefs zu passieren.

Die Einfahrt von NW gestaltet sich recht problemlos und so ankern wir bereits um 11. Uhr auf 4.50m Wassertiefe und weißem Sand , ohne Schwell mitten im Riff. Die Anzahl der Boote ist recht mäßig und so haben wir ausreichend Platz zum schwojen. Hier liegen wir mitten im Atlantik bei 25 Kn Wind ruhig wie im Hafen.

Vier Tage bleiben wir in dieser schönen Gegend und erkunden die Natur. Eine kleine Insel ist voller Landleguane, die wenig scheu sind und sich fast streicheln lassen. Eine Bucht ist voller unter Wasser grasender Schildkröten, die uns bis auf einen Meter an sich ran lassen, wenn wir sie ansonsten nicht stören. Das Riff ist voller Korallen und Fische. Ein mittelgroßer Rochen schwebt unter uns durch. Hier könnten wir einen Monat verbringen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Doch Jans Urlaub geht auch irgendwann zu Ende, so das wir uns wieder aufmachen müssen.

Wir fahren weiter nach Süden denn Jan will von Grenada nach Martinique zurückfliegen.

Ausklarieren müssen wir auf Union Island . Wieder liegen wir hinter einem Riff geschützt. Ein schlauer Einheimischer hat sich dort auf einem Sandhaufen eine Bar gebaut, die sich bei den Seglern abends großer Beliebtheit erfreut.

Hoffentlich kommt kein Hurrikane und wäscht sie eines Tages einfach weg.

 

Unsere weitere Fahrt führt uns über Carriacou und die Tyrel Bay nach Grenada.

Hier Ankern wir nahe der Stadt in der Lagoon. Ein perfekter Naturhafen, der allerdings schon wieder komerziell vermarktet wird, wie wir erfahren. Ein Geschäftsmann hat die ganze Lagune gekauft und ist dabei sie in eine große Marina, wie in Rodney Bay, umzubauen. So bleibt für die Langfahrtsegler vor Anker wohl in Zukunft kein Platz mehr. Allerdings stockt das Unternehmen zur Zeit, da der für den Verkauf verantwortliche Politiker inzwischen in Haft sein soll. Ist wohl nicht alles mit rechten Dingen zugegangen. Ein paar große Betonpiers für Superjachten sind allerdings schon vorhanden.

Wir unternehmen mit Jan eine Inselrundfahrt mit den Local Bussen. Ein hervorragendes und kostengünstiges System. Die Kleinbusse gehören Privatleuten die bestimmte Strecken fahren und immer dann losfahren wenn der Bus voll ist. So können auch mal 14 Personen mit 10 Plätzen auskommen.

 

  

 

 

Jans Zeit ist dann auch leider um und er wird morgens um 4.30 Uhr von einem Taxi am Steg abgeholt. Wir haben Angst das in Martinique wegen des Streiks Probleme am Flughafen auftreten, denn zwischenzeitlich hörten wir die wildesten Nachrichten über den Streik .

Seine Heimreise dauert fast 48 Std geht aber ansonsten nach Plan ab.

 

Wieder unter uns ist erst mal Wäsche waschen und relaxen angesagt. Wir lernen hier ein paar deutsche Yachten kennen, Die Tonga mit Monika und Gerd. Die beiden sind auch in diesem Jahr über den Atlantik gesegelt und wollen im Mai wieder zurück ins Mittelmeer.

Ebenso die Liv mit Christel und Wolfgang und einige andere. Wir unternehmen eine weitere Inselrundfahrt mit Besichtigung einer Kakao Fabrik und einer Muskatnuss Fabrik. Die Produktion ist nach dem großen Hurrikan Ivan auf einen Bruchteil geschrumpft. Überhaupt gibt es hier überall eine Zeit vor und eine Zeit nach Ivan. Die Insel ist massiv geschädigt worden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überall sieht man Kirchen ohne Dächer, abrissreife Häuser und die Spitze war ein den Hang abgerutschtes Haus, welches ansonsten fast unversehrt war.

 

 

 

 

 

 

Ende Februar geht es wieder nach Norden da wir uns mit der Mabuhay in Le Marin verabredet haben. Wir segeln zügig über Union Island, Cariacou und Bequia mit nur kurzen Stops. Immer wieder muss der Motor ran, da die Hauptwind Richtung NE segeln mit unserem Schiff nicht zulässt. Am 07. 03. sind wir endlich in Le Marin und haben die Nase voll vom gegenan segeln. Unsere Am Wind Fock hat mächtig gelitten und wir wechseln sie gegen den Klüver aus. Bei nächster Gelegenheit muss sie zum Segelmacher.

 

 

 

 

 

Die Mabuhay ist schon ein paar Tage hier, da ihre Gäste nach Hause geflogen sind.

Wieder wollen wir die Einkaufsmöglichkeiten von Le Marin nutzen. Aber der Streik hat hier ebenfalls Wirkung gezeigt. Wenn die Läden überhaupt offen sind finden wir nur leere Regale vor. Die Menschen kaufen alles und so ist das geringe Angebot in wenigen Stunden vergriffen. Einmal stehe ich 1.5 h an um ein Baguette zu kaufen und als ich endlich an der Reihe bin ist keins mehr da. In 4 h kann ich mal wiederkommen. Eigentlich eine wichtige Erfahrung das auch in unserer Zeit des Überflusses nicht alles selbstverständlich ist.

 

Am Samstag den 14. 03. ist dann Entwarnung. Mit einem Mal sind alle Geschäfte wieder mit Ware gefüllt. Wir müssen uns richtig zurückhalten um nicht wieder zu hamstern. Die Backskisten werden wieder gefüllt und so kann es wie geplant noch mal nach Norden gehen.

 

Zuerst machen wir einen Stopp in der Grande Anse um unsere Unterwasserschiffe zu reinigen. Zwei Tage sind nötig um mit Tauch Gerät den Bewuchs abzukratzen. Leider geht auch die Unterwasserfarbe mit ab.

Neben mir grasen die Schildkröten in aller Ruhe den Grund ab. Wenn sie satt sind kommen sie an die Oberfläche und sonnen sich.

Nach der Reinigung haben wir das Gefühl unser Schiff fährt wieder deutlich schneller. Vor allem der gereinigte Propeller spart Sprit. Außerdem treffen wir hier einen Franzosen der ein Beiboot mit 2 PS Honda Motor verkaufen will. Sc hon länger suchen wir ein Ersatzboot um im Fall eines Diebstahls noch mobil zu sein. Auch ist ein kleiner Motor manchmal praktischer wenn man nur mal eben 50m zum Dingy Steg muss. Wir treffen uns morgens bei ihm an Bord. Dank Marie Thereses Sprachkenntnissen können wir einen günstigen Preis aushandeln und das Boot wechselt den Besitzer.

 

 

Wir suchen uns Tage mit günstigen Winden aus und kommen so ohne viel zu motoren bis zu den Ile de Saintes. Stationen sind abermals St Piere und Domenica.

 

 

 

In Domenica machen wir eine Inselrundfahrt mit einem Kleinbus. Wir besichtigen das letzte Karibendorf. Die Menschen hier unterscheiden sich in Gesichtszügen und Hautfarbe deutlich von den übrigen Einwohnern. Ansonsten leben sie genau wie alle anderen. Wir essen Cassava eine Art Pfannkuchen aus geriebenen Yamswurzeln, machen eine Wanderung zum Wasserfall mit Badepool. Unterwegs erklärt uns der Fahrer sämtliche  Pflanzen und kauft für uns rote Bananen. Sie schmecken sehr intensiv und sind köstlich. Auf dem Rückweg gibt unser Fahrzeug den Geist auf, so das wir auf ein Ersatzfahrzeug warten müssen.

 

 

 

In Portsmouth gehen wir Mittags bei Big Mama essen. Sie hat zwar gerade nichts da, aber ein par Eier und ein wenig Salat ist schnell geholt uns so macht sie uns ein Omelette.

 

 

 

 

 

 

 

Auf den Ile de Saintes ankern wir außerhalb des Ortes in einer netten Ankerbucht. Wir unternehmen eine Wanderung bis Bourg de Saintes.  Ein blitzsauberes Örtchen mit fast ausschließlich Weißen Einwohnern. Sie stammen von Bretonischen Fischern ab und halten ihre Rasse immer noch „sauber“. Nicht direkt Karibik like. Die Nebeninsel Bass Terre ist fast ausschließlich von schwarzen bewohnt. Rassentrennung im 21. Jahrhundert und nicht ohne Zündstoff.

 

 

 

Weiter nach Guadeloupe fahren wir diesmal entlang der Westküste und klarieren in Riviere Saintes ein. Ein Yachthafen mit eingestürzter E infahrtsmole und zerbrochenen Betonstegen an denen noch einige gesunkene Yachten liegen. Auch hier hat ein Hurrikane zugeschlagen. Es finden sich wohl keine Investoren um das Ganze wieder aufzubauen. Wir trauen uns nicht hinein und ankern lieber vor der Einfahrt. Die Zollbeamten sind sehr freundlich und fertigen uns ab obwohl eigendlich geschlossen ist.

Auf unserem Weg nach Norden wollen wir den Unterwasserpark von Jac Coustou nicht versäumen. Bei der Ile de Gouaves soll es gute Tauchmöglichkeiten geben.

Leider müssen wir feststellen, das wegen des starken Windes und des Schwells für uns das Tauchen ausfällt. Unsere Dingys sind einfach zu schwach und an die Mooring wollen wir bei dem Schwell ebenfalls nicht. So übernachten wir nebenan in der Bucht und segeln am Samstag den 28. weiter zur Anse Desaies. Eine schöne Bucht im NW von Guadeloupe. Es gibt hier einen Fluß mit Badepools und ein nettes Örtchen mit ganz guten Einkaufsmöglichkeiten. Eine Bergwanderung führt uns nördlich zum nächsten Badestrand. Die Steigung hat uns ganz schön geschafft und wir genehmigen uns in der Strandbar erst mal ein Bier.

 

Am Montag geht es weiter nach Antigua. Der Wind ist mit ENE für uns sehr vorlich aber mit Genua und Besan kommen wir ganz gut voran. Kurz vor Antigua erwischt uns eine Regenböe und wir motorsegeln die restlichen 10 Meilen mit kleiner Fock und gerefftem Groß.

 

English Harbour ist ein sehr gut geschützter Ankerplatz in einer traumhaft schönen Bucht.

 

 

 

 

Doch vor den Genuss hat die Obrigkeit die Prozedur des Einklarierens gesetzt. In Nelsons Dockyard ist die Immigration und Customs untergebracht. Es sind endlose Formulare mit unzähligen Durchschlägen ( der Officer weist extra darauf hin möglichst kräftig durchzuschreiben) auzufüllen und am Schluß ist noch bei der Hafenbehörde die Gebühr und das Permit zu bezahlen. Doch der ganze Aufwand lohnt wirklich. Wir verbringen mehr als eine Woche  hier und erkunden die Gegend auf zahlreichen Wanderwegen.

 

 

 

 

Am Mittwoch den 08.04. segeln wir um die Insel nach NW. In der Deep Bay liegt ein Wrack, das wir uns nicht entgehen lassen wollen. Ein gemütlicher Segeltag  nur unter Genua bringt uns dorthin. Leider gibt das Wrack zum tauchen nicht viel her, weil es nur 5 m unter Wasser liegt und die Sicht sehr stark eingeschränkt ist. Also gehen wir mit der Mabuhaycrew mal wieder auf Wanderschaft zur Hauptstadt St. Johns. Eine quirlige wenig touristische Karibikstadt. Lediglich der Bereich um den Kreuzfahreranleger ist mit den üblichen Läden bestückt. Da zur Zeit kein Kreuzfahrer da ist, ist dort ziemlich tote Hose.

Auch der Zoll bei dem wir eigendlich ausklarieren wollen ist nicht anwesend.

Eine Taxe bringt uns nach Jolly Harbour. Dort sind die Offiziellen anwesend und fertigen uns mit den schon bekannten Formularen und Durchschriften sehr freundlich ab.

Zur Belohnung gibt es für uns ein Schnitzel mit Pommes von hervorragender Qualität, zu einem günstigen Preis bei Peters BBQ am Yachthafen. Während dieses Arbeitsessens beschließen wir den Törn nach St. Marten am Stück das heißt mit Nachtfahrt zu absolvieren.

Bei der derzeitigen Wetterlage erspart uns das einige Motorstunden.

Die Rücktour nach Deep Bay bewältigen wir mit den lokalen Bussen und per Pedes. Zurück am Schiff sind wir restlos geschafft aber zufrieden.

 

Am Sonntag Mittag geht es Anker auf in der Deep Bay. Wir setzten Besan und Genua und brauchen bis Montag Mittag weder kurs noch Segel ändern. Eine schöne Vollmondnacht beschert uns wieder einmal Karibik Segeln pur. Zwischen 4 und 5 Knoten Fahrt sind uns gerade recht. Beide schlafen wir zwischen den Wachen ausgiebig und kommen am nächsten Tag ausgeruht in St. Martin auf der französischen Seite an.

  

Wir haben hier einiges an Besorgungen vor, da St. Martin den Ruf genießt alles für Segler zu haben. Einen Tipp hatten wir bezüglich Unterwasserfarbe bekommen, die hier preiswert und von guter Qualität zu haben sei. Den Mittelsmann und Laden zu finden war schon schwieriger. Aber nach 10Tagen auf der Insel hatten wir alles was wir haben wollten. Nur eine Firma zur Wartung unserer Rettungsinseln ließ sich nicht auftreiben. Die Fa. Arimar ist in der Karibik nur in Trinidad vertreten. Müssen wir also die Wartung auf Juni verschieben.

                                                                                 Schiffe für Hurrikan eingebuddelt

 

 

Während unseres Aufenthaltes haben wir einen Mietwagen genommen und sind zwischen holländischem und französischem Inselteil hin und her gegondelt.

 

                                                                        Auch das Beiboot mit unserem starken Motor hat sich für die langen Wege und Transporte bewährt. Einmal hab ich es mit fast 150 kg Farbe beladen und wäre im Schwell eines Motorbootes fast untergegangen.

Eine Antenne für unser WIFI können wir hier auch endlich wieder bekommen so das wir wieder öfter Internet an Bord haben. Die alte Antenne ist durch Korrosion des Steckers leider zerstört worden. So nutzen wir die Möglichkeit um einen Platz für unser Schiff in Trinidad zu reservieren. Auch können wir Flüge von Trinidad über Miami nach Deutschland zu bezahlbaren Preisen buchen.

 

Werner und Anne Overhaus unterwegs mit "sail away". e-mail